Streiflichter

ERASMUS+: Begegnungen in Portugal

ERASMUS+: Begegnungen in Portugal

by Stefan Beckert -
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Am 26.01.2020 startete unsere Reise nach Barcelos in Portugal. Um 6 Uhr morgens trafen wir uns alle am Bahnhof in Ribnitz und warteten gemeinsam mit unseren Eltern auf den ersten Zug Richtung Rostock. Sehr müde, aber schon gespannt auf unsere Woche in Portugal, sind wir nachmittags in Portugal gelandet, wo wir auch schon von dem portugiesischen Lehrer herzlich empfangen wurden und auch schon die ersten anderen Teilnehmer, aus Griechenland und Italien, kennenlernen durften. An der Schule angekommen begrüßten uns unsere Gastfamilien herzlich. Der erste Abend in den Gastfamilien war für viele eine neue Erfahrung, aufgrund der anderen Lebensweise. Sehr freundlich und liebherzig begrüßten mich alle 10 Familienmitglieder von meiner Gastfamilie. Es war eine recht große Veränderung für mich und eine sehr schöne Erfahrung. Traditionelles Essen war in meiner Familie sehr wichtig, da sie mir auch deren Kulturen zeigen wollten. Gegen 23 Uhr war dann auch für fast jeden der erste Tag geschafft.

Um 9 Uhr morgens begann dann erst richtig die Woche, wir trafen uns alle in einem Raum und stellten uns alle vor. Bei einem Schulrundgang haben wir mehrere Klassen gesehen und letztendlich sind wir in einer Turnhalle gewesen, in dem zu diesem Zeitpunkt Tanzunterricht stattfand. Anders als in Deutschland, haben die Portugiesen ab der 10. Klasse Kurse wie Wissenschaften, Sport, Sprachen oder professionelle Kurse. Wenn man beispielsweise Wissenschaften wählt, muss man Mathe, Chemie, Geographie, Biologie machen, dazu kommen dann Portugiesisch und Sport und dann hat man nur noch diese Fächer. Jedenfalls durften wir mittanzen und sie zeigten uns ihre Tänze. Mittags sind wir mit unseren Gastschwestern und -brüdern essen gegangen und recht am Ende des Tages hielten wir alle unsere Vorträge über die Verteilung eines Produktes und gegen 17:30 Uhr war auch der Tag schon zu Ende. Mit unserer Gastfamilie sind wir dann wieder nach Hause gefahren, wo ich mit meiner Familie auch Spiele gespielt und das erste Mal in meinem Leben Oktopus gegessen habe.

Auch wenn es die ganze Woche geregnet hat, hielt uns nichts davon ab, am Dienstag nach Viana zu fahren und dort im Atlantik surfen zu gehen. Wir kamen im strömenden Regen und frierend an der Surfschule an und da sahen wir schon die ersten Surfer zum Strand gehen. Wir bekamen alle Neoprenanzüge und ein Brett und dann ging es auch schon los zum Strand, wo wir noch einen Crashkurs bekamen, wie wir uns zu verhalten haben, wenn bestimmte Sachen passieren und wie wir auf den Surfbrettern liegen und aufstehen müssen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit einer sehr hohen Geschwindigkeit auf dem Brett im Atlantik zu ‚surfen‘. Nach einer großen Erholungspause sind wir dann in ein Schiffsmuseum gegangen. In das sogenannte „Gil Eanes Hospital Ship“. Nach der Besichtigung sind wir noch in ein Café gegangen, in dem wir unter anderem auch traditionelle Gebäcke aßen. Abends waren wir wieder bei unseren Familien. Anders als bei uns, ist es bei ihnen im Haus kälter als draußen, so dass man auch wirklich die ganze Zeit mit Jacken und Winterschuhen im Haus gelaufen ist und auch das Abendbrot ist da anders. Erstmal essen sie alle sehr spät im Gegensatz zu uns. Meistens gab es erst Abendbrot zwischen 20 und 22 Uhr und dann auch immer sehr viel.

Mittwoch haben wir dann Porto, eine der wichtigsten Städte in Portugal, besucht und erkundet. Wir sind in einer Buchhandlung gewesen, die von Harry Potter inspiriert war. Danach haben wir noch einen Bahnhof besichtigt und konnten dann selbstständig die Stadt bis 16:45 Uhr erkunden. Wie fast jeden Tag kamen wir gegen 18 Uhr in Barcelos an. Donnerstag haben wir einen recht großen Markt in Barcelos besichtigt und konnten auch Souvenirs kaufen, wie z.B. den bekannten Hahn. Im strömenden Regen sind wir noch in einer Kirche gewesen und haben einen Rundgang in einem Theater gemacht, in dem der portugiesische Lehrer auch schon aufgetreten ist. Wie auch bei den anderen Projekttreffen, haben wir auch den Bürgermeister besucht und auch noch einen Hahn geschenkt bekommen. Der Saal sah sehr historisch aus und hatte, wie in einem Schloss, sehr edel aussehende Stühle und Tische, an denen wir auch noch alle Bilder machten. Nach der Mittagspause haben wir einen Workshop gemacht, in dem wir unseren eigenen Hahn anmalen und gestalten konnten, zum Ende des Tages sind wir noch in ein Museum gegangen und haben uns Sachen dort angeguckt. Mit meiner Gastfamilie bin ich noch nach Braga gefahren, wo wir eine sehr bedeutende Kirche auf einem Berg besichtigt haben. An unseren letzten richtigen Tag trafen wir uns alle um 9 Uhr wieder in der Schule. Wir haben alle unsere Urkunden bekommen und zusammen noch Bilder gemacht und kurz darauf haben wir in einem Café Mittag gegessen. Am frühen Nachmittag haben wir uns alle in unserer Freizeit in einem Jugendtreff getroffen und noch den restlichen Tag verbracht. Um 02.30 Uhr am Morgen trafen wir uns mit den Italienern und den Griechen an einem Hotel, wo wir uns von unseren Gastfamilien verabschiedeten und mit einem kleinen Bus zum Flughafen in Porto fuhren. Um 6 Uhr saßen wir auch schon alle im Flugzeug nach Frankfurt und dort angekommen verabschiedeten wir uns auch schon von den Griechen und den Italienern und gingen zu unserem nächsten Flug nach Berlin. Gegen 15:45 Uhr kamen wir in Rostock an und fuhren dann nach Ribnitz, wo wir sehr müde gegen 16:30 Uhr angekommen sind.

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