Streiflichter

Die Klassenfahrt der 8/4 in fünf Teilen

Die Klassenfahrt der 8/4 in fünf Teilen

by Thomas Frohriep -
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Steckbrief

Ziel der Klassenfahrt: Salem am Kummerower See (bei Malchin)

Reisezeit: 16.-18.09.2020

Klassen: 8/1 und 8/4; Frau Huth, Frau Härting, Herr Götzke, Frau Köhn

Highlights: Kanufahrt auf dem Kummerower See, Seilgarten für Teamübungen, gemeinsames Grillen mit Lagerfeuer, selbstgestaltete Nachtwanderung, Frühsport, Flaggen-Spiel im Gelände

Unterbringung: in 2er bis 3er- Appartements mit eigenem Bad und kleiner Küche; Balkone und Terrassen für jedes Zimmer; Vollverpflegung mit Buffet

 

Schilderungen der Klassenfahrt nach Salem (Klasse 8/4)

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Als wir alle relativ motiviert Kanu gefahren sind, fragte Jakob, der nette Kanufahrlehrer, wer denn freiwillig die aufregende Kenterübung machen möchte. Es meldeten sich etwas zögerlich Frida, Julius, Phil und Lina. Wir kletterten vorsichtig über die wackeligen Boote bis wir vier erleichtert zusammen in einem Boot saßen. Ich war aufgeregt und wir paddelten in schnellen Zügen, weg von den anderen. Wir hörten die plätschernden Wassertropfen, wenn wir mit den Paddeln in das kalte Nass stachen.

Ich hielt kur meine Hand ins dunkle Nass, um zu überprüfen, wie kalt das Wasser war. Das Wasser war kalt wie Eis. Ich zog schnell meine Hand aus dem Wasser und schaute aufgeregt zu Frida, dann wurde uns laut zugerufen, dass wir jetzt kentern sollen. Frida und ich riefen fragend, wie wir denn kentern sollen. In dem Moment sah ich, wie Julius sich entschlossen wie in Zeitlupe nach rechts bewegte. Frida und ich erschraken und schrien wie am Spieß, bis wir mit einem lauten Platschen ins kalte Nass stürzten. Als wir alle aus der kalten Plörre auftauchten, lachten wir zusammen und gaben uns alle ein freudiges, laut klatschendes High Five. Dann sagten Frida und ich lachend zu Julius, dass er eine Kenterbombe sei und so war es der neue Running Gag, Julius die Kenterbombe zu nennen.

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Wir waren vier Freiwillige, wir fuhren ein Stück von den anderen weg, dann sagte der Teamer, der uns begleitete, dass wir jetzt kentern können. Die anderen wussten alle nicht wie aber ich lehnte mich über den hölzernen Rand und das Boot kippte sehr schnell in das Wasser des gigantischen Kummerower Sees. Unter Wasser war alles schwarz, weil das Wasser so schmutzig war. Ich tauchte auf und genoss die schön frische Luft, dann kam der Teamer mit den Lehrern angefahren und sie halfen uns in das rutschige Boot. Am Ende war allen etwas kalt.

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Es war ein warmer Nachmittag und wir saßen nach einer langwierigen Einführung für das Kanufahren in 3er und 4er Gruppen aufgeteilt in Kanus, hatten ein wackeliges aber stabiles Päckchen gebildet und hörten zu, was der Teamer uns mitteilte. Denn er wollte mit uns eine Kenterübung durchführen. In diesem Moment stieg Angst in mir auf, als würden gleich zwei Haie aus dem klaren Wasser springen und mich in die Tiefe ziehen. Aber glücklicherweise fanden sich relativ schnell vier Freiwillige.

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Ich spürte den eiskalten Wind auf meiner Haut, er streifte meine Haare und Arme, die dem welligen Wasser mit einem Stechpaddel standhalten mussten. Es war anstrengend und beschwerlich, aber wir schafften die erste Hälfte der Fahrt ganz gut. Doch dann kam uns die Rückfahrt in die Quere und meinte es nicht gut mit uns. Der Wind blies uns immer wieder zurück und die Wellen schoben unser Kanu vom Ziel weg, dadurch hatten wir es besonders schwer. In der Ferne hörte ich motivierendes Zählen und unmotivierendes Erzählen. Das eiskalte Wasser sprang andauernd in unser Kanu, auf unsere Beine, Arme, einfach überall hin, sodass wir schlussendlich sehr nass waren.

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Nach der sehr kraftkostenden Kanufahrt sind wir in einen kleinen Klettergarten gegangen. Als Erstes habe ich die riesige Kletterwand gesehen und war erschrocken. Als uns dann erklärt wurde, dass wir eine angeblich kleine Wand ohne wirkliche Hilfsmittel, nur mit der Kraft der Klasse, hochkommen sollten, bekam ich Angst und wurde nervös. Als wir die letzte Person hochbekommen haben, freuten wir uns wie kleine Kinder. Phil entschied sich dafür, über ein Hindernis zu balancieren, das nur oben an einem Seil befestigt war, unten haben wie Seile gehabt, um es zu stabilisieren. Ich hätte mich das nie getraut, aber er hat sich wie ein Affe rüber ans andere Ende gehangelt. Manche haben sich auch in die schwindelerregende Höhe getraut. Jeder der wollte durfte klettern und als wir abgeseilt wurden, haben wir Posen wie ein Supermodel gemacht. Meine Beine haben zwar so gewackelt wie unsere Kanus vorher auf dem Wasser, aber es war sehr witzig.

(Text: Schülerinnen und Schüler der Klasse 8/4 - Fotos: J. Huth)