Abschnittsübersicht

    • Richard Wossidlo gilt als Urvater der mecklenburgischen Volkskunde. Zeit seines Lebens sammelte er niederdeutsche Wörter, Redewendungen und Volksüberlieferungen. Wossidlo hielt die gesammelten Informationen auf Zetteln fest und ordnete diese in Karteikästen. Dieses Zettelkastensystem wurde mittlerweile von Informatikern digitalisiert und steht allen als Wossidlo-Archiv zur Verfügung.

      Richard Wossidlo vor seinem Zettelkasten - Quelle: Schularchiv
      Richard Wossidlo vor seinem Zettelkasten - Quelle: Schularchiv

    • Lösungen Arbeiten mit der Büchereiverwaltungsdatei Textseite
    • Feststellungen:

      Die Aufgabe lässt sich grundsätzlich mit der Tabellenkalkulation lösen. Das gezielte Suchen, Ergänzen und Ändern zusammengehöriger Daten wird jedoch zunehmend aufwendig, falls die Informationen auf mehrere Tabellen verteilt sind. Zusammenhänge zwischen den Tabellen müssen weitgehend durch die Benutzerin oder den Benutzer berücksichtigt werden. Für die strukturierte Verwaltung umfangreicher und miteinander in Beziehung stehender Daten stößt eine Tabellenkalkulation jedoch schnell an Grenzen. Es muss einen besseren Weg geben. Für solche Aufgaben werden Datenbanksysteme eingesetzt. Sie ermöglichen es, strukturierte Daten dauerhaft zu speichern und mithilfe eines Datenbankmanagementsystems gezielt einzugeben, zu ändern und abzufragen.

    • Grundsätzlicher Aufbau von Datenbanksystemen

      Das Bibliotheksbeispiel zeigt anschaulich, dass es für eine effektive Arbeit mit den Daten zwischen dem Nutzer und den Datentabellen eine Schnittstelle oder besser Software geben muss, die die Kommunikation vereinfacht. Diese Überlegung führt uns zum Aufbau von Datenbanksystemen.

      Ein Datenbanksystem (DBS) setzt sich aus einer Datenbasis und einem Datenbankmanagementsystem (DBMS) zusammen. DBMS ist die Software zur Definition, Verwaltung, Änderung und Abfrage der Daten. Es vermittelt den Zugriff von Anwendungen und Benutzern auf die Datenbank und dient der effizienten Speicherung und Abfrage der strukturierten Daten. Die Datenbank enthält neben den reinen Nutzdaten auch die zur Verwaltung des gesamten Systems nötigen Metadaten. Metadaten beschreiben beispielsweise Tabellen, Attribute, Datentypen, Schlüssel und Zugriffsrechte.

    • Daten in Tabellen strukturieren  – relationale Datenbanksysteme

    • Edgar F. Codd (Quelle: Wikipedia)Die Aufgabe mit der Bibliotheksverwaltung hat ergeben, dass sich die Daten übersichtlich in Tabellen strukturieren lassen. Das relationale Datenbankmodell beschreibt die Datenstruktur mithilfe von Tabellen, die Relationen genannt werden. Das Modell geht auf Edgar F. Codd zurück, der es 1970 während seiner Tätigkeit bei IBM veröffentlichte und für seine Arbeiten 1981 mit dem Turing-Award ausgezeichnet wurde.

      Bild: (c) IBM, Quelle Wikipedia, https://en.wikipedia.org/wiki/File:Edgar_F_Codd.jpg

      Folgende Begriffe prägen das Modell:

      Das Schema dieser Relation lässt sich in der Kurzschreibweise Person (PNr, Name, Vorname, PLZ, Ort) notieren.

      Ziel unseres Kurses ist es, solche Strukturen selbstständig aus Anforderungen an eine Datenbank zu entwickeln. Zuvor untersuchen wir jedoch, wie Informationen gezielt und effizient aus Relationen ermittelt werden können.